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Offenstallhaltung, Laufställe und Robusthaltung
Pferde sind Herden- und Steppentiere; sie leben in Herden und fressen und bewegen sich fast rund um die Uhr. Diesem Leben in Freiheit sollte auch die Haltung angepasst sein. Der Großteil der Pferde wird allerdings in Boxen gehalten, dürfen, wenn überhaupt nur in der Weidesaison (Ende April-Ende Oktober) auf die Koppel. Um den Pferden wenigstens ab und zu Auslauf zu ermöglichen, gibt es in manchen Betrieben Paddoks, aber auch diese Haltung ist noch nicht artgerecht.

Im Folgenden möchte ich drei artgerechte Haltungsformen vorstellen:

1. Offenstallhaltung


Offenstall

(Quelle s. oben)

Diese Art der Haltung wird auch „Gruppenauslaufhaltung“ genannt. Mehrere Pferde werden hier zusammen auf einer Weide gehalten und haben die Möglichkeit einen frei zugänglichen Stall aufzusuchen. Diese Haltungsform entspricht in hohem Maße der Natur und den Bedürfnissen der Pferde.
Laut wissenschaftlichen Studien ist die Offenstallhaltung auch für Hochleistungspferde, wie z.B. Trabrennpferde, geeignet (siehe Praxishandbuch Pferdehaltung von Ingolf Bender, Kosmos Verlag, S. 86).
Bei der Einrichtung eines Offenstalls sollte man jedoch beachten, eine „Notbox“ einzurichten, in welche kranke Pferde zeitweise untergebracht werden können.
Bei der Fütterung wird von Experten empfohlen, separate Futterplätze einzurichten, sodass jedes Pferd die jeweilige Futtermenge erhält.

2. Laufstallhaltung


Laufstall

(Quelle s. oben)

Diese Haltung ist ähnlich der Öffenstallhaltung. Auch hier werden mehrer Pferde zusammen gehalten. Jedoch gibt es hier unterschiedliche Bereiche, in denen die Pferde fressen, saufen, ruhen und sich wälzen können. Durch dieses System bewegen sich die Pferde den ganzen Tag an der frischen Luft, haben aber auch die Möglichkeit, sich in so genannten Ruheräumen zurückzuziehen. Damit die einzelnen Pferde nicht zu viel Nahrung zu sich nehmen, erhalten sie Sicherheitshalsbänder mit einem Mikrochip. Durch diesen können die Fütterungsautomaten erkennen, um welches Pferd es sich handelt und dementsprechend Futter ausgeben. Meistens sind die automaten so programmiert, dass sich jedes Tier bis zu 20 kleine Portionen Kraftfutter und Heulage abholen kann. Die Futterausgabe in kleinen Mengen sorgt für eine gleichmäßige Befüllung des Magen-Darm-Traktes.


3. Robusthaltung/Weidehaltung


Weidehaltung

(Quelle s. oben)

Bei der Robusthaltung oder auch Weidehaltung befinden sich die Pferde das ganze Jahr über auf der Weide. Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass es genügen Bäume oder Unterstände gibt, unter denen sich die Pferde bei starkem Regen oder Sonne schützen können. Normalerweise können sich die Pferde von der Weide ernähren, im Winter, wenn das Nahrungsangebot knapp wird, muss jedoch mit Heu, Mineral- und Kraftfutter zugefüttert werden. Bei dieser Haltung leben die Pferde relativ „frei“, d.h., dass sie meist nicht so sehr an ihrem „Menschen“ interessiert sind. Robust- bzw. Weidehaltung ist somit eher für Freizeitreiter geeignet, die Spass daran haben, ihr Pferd vor dem Reiten erst einmal einzufangen und es gründlich zu putzen.

Weitere Informationen gibts hier: http://www.menschpferd.de/artgerechte_Haltung.htm

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