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I. Die Reitbahn
Die Reitbahn ist meist 20 x 40m groß und mit Buchstaben markiert. Das Zentrum der Reitbahn bildet das „X“. Das Mitte der kurzen Seite wird jeweils mit „A“ bzw. „C“ gekennzeichnet. „B“ und „E“ bezeichnen die Mitte der langen Seiten.
Die vier Wechselpunkte sind „M“, „F“, „K“ und „H“, diese sind 6 Meter vin der kurzen Seite entfernt. Die Punkte auf der Mittellinie jeweils zwischen den Wechselpunkten werden „D“ und „G“ genannt.

Um sich die Buchstabenabfolge besser merken zu können, haben sich folgende Sprüche etabliert:
„Alle Kühe Essen Heu, Cälber Mögen Besseres Futter“

oder mit der Mittellinie:
„Mein Bester Freund Anton Kauft Eine Hose von C&A“

II. Die Hufschlagfiguren
Folgende Hufschlagfiguren werden am meisten geritten

Ganze Bahn

Bei dieser Figur reitet man die Bande entlang. Wichtig hierbei ist, dass die Ecken ausgeritten werden. Man reitet sie wie eine viertel Volte; das Pferd wird gestellt und um den inneren Schenkel gebogen.

Halbe Bahn

Bei der halben Bahn muss das gleiche beachtet werden wie bei der ganzen Bahn. Der Unterschied besteht darin, dass hierbei Mitte der langen Seite abgebogen wird und gerade auf die andere Seite der Bahn geritten wird, wo man wieder dem Hufschlag folgt.

Durch die ganze Bahn wechseln

Kommt man von der linken Hand, reitet man von „F“ über „X“ nach „H“ oder von „H“ über „X“ nach „F“. Von der rechten Hand reitet man von „K“ über „X“ nach „M“ oder von „M“ über „X“ nach „K“.

Auch bei dieser Figur ist es wichtig die Ecken vorher uns nacher gut auszureiten. Während des Reitens auf der Diagonale sollte das Pferd in sich gerade sein. Eine Pferdelänge vor Erreichen des Hufschlages wird das Pferd auf die neue Hand eingestellt.

Durch die halbe Bahn wechseln

Diese Figur wird geritten wie durch die ganze Bahn wechseln, der Unterschied besteht darin, dass nach dem Abwenden vom Huschlag auf den Punkt „E“ bzw. „B“ zugehalten wird. Der Wechselpunkt liegt ebenefalls eine Pferdelänge vor Erreichen des Hufschlages.

Zirkel

Der Zirkel ist ein gerittener Kreis mit dem Durchmesser 20m wodurch er die komplette Breite des Reitplatzes einnimmt. Das Pferd muss hierbei nach innen gestellt und gebogen werden. Vorder- und Hinterbeine treten in dieselbe Spur. Um dies zu Erreichen, muss der Reiter sein Gewicht nach innen verlagern, der innere Schenkel treibt vorwärts, der äußere Schenkel verwahrt, um die Biegung des Pferdes zu erhalten.

Mittelzirkel

Der Zirkel wird genauso geritten wie der normale Zirkel, nur dass er sich in der Mitte der Reitbahn befindet. Hier sind die äußeren verwahrenden Hilfen besonders wichtig, da viele Pferde gerne zur Bande driften.

Durch den Zirkel wechseln

Durch diese Figur wird die Hand gewechselt. Sie besteht aus zwei halben zehn Meter Volten und wir immer von der geschlossenen Zirkelseite kommend auf die offene Zirkelseite geritten. Nach der ersten halben Volte reitet man etwa eine Pferdelänge geradeaus, währenddessen das Pferd in die neue Bewegungsrichtung gestellt wird.

Aus dem Zirkel wechseln

Bei dieser Figur wird die Hand gewechselt, indem man kurz vor „X“ das Pferd gerade stellt und nach einer Pferdelänge auf die neue Zirkellinie einstellt.

Durch die Länge der Bahn geritten

Bei „A“ bzw. „B“ wird auf die Mittellinie abgewendet und geradeaus über „X“ auf den gegenüberliegenden Bahnpunkt zugeritten. Dort wird dann wieder auf die Hand abgewendet, von der man gekommen ist.

Durch die Länge der Bahn gewechselt

Es wird genauso geritten, wie bei der Firgur „durch die Länge der Bahn geritten“. Da es hierbei jedoch einen Handwechsel gibt, muss bei „X“ das Pferd auf die neue Richtung eingestellt werden und bei „A“ bzw. „C“ die andere Hand geritten werden.

Volte

Eine Volte kann an jedem Punkt in der Bahn geritten werden. Sie ist im Prinzip ein kleiner Kreis, bei dem das Pferd durch die enge Wendung, mit dem inneren Hinterfuß deutlich untertreten und Gewicht aufnehmen muss. Die Vorhand und die Hinterhand müssen dabei in der derselben Spur laufen. Um eine Volte zu reiten, muss das Pferd nach innen gestellt und gebogen werden. Diese Biegung wird durch das innere Bein erhalten. Der äußere Schenkel verwahrt und hält die Hinterhand in der Spur. Durch den inneren Zügel wird diese Stellung gefordert, der äußere Zügel begrenzt die Schulter und lässt die Biegung zu.

Aus der Ecke kehrt

Durch diese Figur wird die Hand gewechselt; sie ist eine Kombination aus einer halben Volte und einem Teil geradeaus reiten zurück zum Hufschlag. Sie wird immer am Ende der langen Seite geritten und beginnt an den Punkten „F“, „M“, „H“ oder „K“. Von hier wird eine halbe Volte angesetzt, durch die Ecke durch und von der kurzen Seite weg. Das Pferd schaut nun auf die lange Seite zu von der es gekommen ist. Am Ende der halben Volte wird das Pferd gerade gerichtet und in einer geraden Linie zurück zum Hufschlag geritten.

Einfache Schlangenlinie an der langen Seite

Hierbei wird nach der Ecke vor der langen Seite etwa noch eine Pferdelänge geradeaus geritten, bevor das Pferd bei dem Buchstaben „H“ mit Innenstellung und nach innen gebogen vom Hufschlag abgewendet wird. Etwa wiederum eine Pferdelänge von der Bande entfernt wird das Pferd entsprechend der neuen Linie umgestellt. Man reitet eine gebogene Linie, deren weitester Punkt etwa fünf Meter von der Bande in der Mitte der langen Seite. Wiederum eine Pferdelänge vor erreichen des Hufschlages wird das Pferd erneut umgestellt.

Doppelte Schlangenlinie an der langen Seite
Bei der doppelten Schlangenlinie muss das Pferd entgegen der einfach Schlangenlinie viermal umgestellt werden. Die Ecke vor Beginn der langen Seite sollte tief ausgeritten werden, so kann man die Biegung aus der Ecke beim Abwenden vom Hufschlag mitnehmen. Gleich nach dem Abwenden wird das Pferd in die andere Richtung umgestellt. Der Bogen ist hierbei ca. 2,5 m vom Hufschlag entfernt, bei Punkt „E“ bzw. „B“ kommt man wieder an der Bande an. Etwa eine Pferdelänge vor dem Hufschlag muss das Pferd umgestellt werden. Der zweite Bogen wird wie der erste geritten, wobei wieder darauf geachtet werden muss, dass die Ecke am Ende der langen Seite gut ausgeritten werden muss.

Schlangenlinien durch die Bahn drei Bögen

Bei dieser Figur muss darauf geachtet werden, dass das Pferd nach der engen Wendung wieder gerade aus geht und sich dann in die andere Richtung stellen und biegen lässt. Die Bahn muss hierbei in drei gleich große Bögen aufgeteilt werden, Hilfe bieten dabei die Bahnpunkte. Die Figur beginnt immer bei „C“ bzw. „A“. Die darauf folgende Ecke wird rund geritten, bei „H“, „B“ und „K“ wird jeweils der Hufschlag berührt. Zwischen den einzelnen Bögen muss das Pferd ein bis zwei Pferdelängen gerade gehen (ist hierbei auch gerade gestellt), bevor eine halbe Volte für die Wendung geritten wird. Bei Überqueren der Mittelinie entsteht somit für das Pferd ein Handwechsel.

Kehrtvolte

Die Kehrtvolte ist die die beste Möglichkeit schnell die Hand zu wechseln, da sie an jeder Stelle der Bahn eingesetzt werden kann. Geritten wird sie wie aus der Ecke kehrt.

Die hier abgebildeten Hufschlagfiguren sind von folgender Website: http://www.tipps-zum-pferd.de/mittelzirkel_tipp_157.html