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Hufeisen


Ein Hufeisen ist ein U-förmiger Gegenstand aus Metall oder synthetischen Materialien, das die Hufe von Pferden und anderen Zugtieren schützen soll. Professionelle Hufschmiede legen Pferden Hufeisen an. Befestigt werden sie in der Regel mit Nägeln an der unsensiblen Hufwand, wie anatomisch dem menschlichen Zehennagel ähnlich ist.
Hufeisen gibt es in einer Vielzahl von Materialien und Stilen. Die Materialien, die am häufigsten verwendet werden, sind Stahl und Aluminium. Spezialisierte Hufeisen können auch Gummi, Kunststoff, Titan oder Kupfer enthalten. Bei belastungsintensiven Sportarten wie Polo, Vielseitigkeits- oder Springreiten werden tendenziell Hufeisen aus Stahl vorgezogen. Aluminum-Hufeisen sind leichter, weswegen sie häufig bei Pferderennen und beim Dressurreiten verwendet werden.
Hufeisen sollen Glück bringen. Viele glauben, dass es als Vorratsbehälter für jede Art von Glück dient, wenn es mit den Enden nach oben aufgehängt wird, während es Pech bringt, wenn es andersrum aufgehängt wird, da dann das Ganze Glück herausfällt.

Geschichte
Seit der frühen Geschichte der Domestikation des Pferdes wurde festgestellt, dass die Feldarbeit häufig dazu führte, dass die Hufe der Pferde brachen oder zumindest übermäßig abgenutzt wurden. Eine frühe Form des Hufschutzes wurde im alten Asien entdeckt, wo Hufe mit Leder oder anderen Materialien umwickelt wurden. Die genagelten Hufeisen waren eine relativ späte Erfindung.
Eisen ist ein wertvoller Rohstoff und alle abgenutzten Eisenteile wurden in der Regel eingeschmolzen und wiederverwendet, weswegen es schwierig ist, eindeutige archäologische Zeugnisse der frühen Hufeisen zu finden.
Es gibt wenige Beweise für genagelte Hufeisen vor 500 v. Chr., aber es gibt Spekulationen, dass die keltischen Gallier sie zum ersten Mal verwendeten. Eiserne Hufeisen in Europa sind zum ersten Mal in den archäologischen Aufzeichnung im 5. Jahrhundert n. Chr. zu finden.
In der Zeit der Kreuzzüge (1096-1270) waren Hufeisen dann weit verbreitet und werden auch häufig in schriftlichen Quellen erwähnt.
Ab dem 13. Jahrhundert wurden Hufeisen dann in großen Mengen gefertigt. Aufgrund der großen Nachfrage nach Hufeisen wurde das Handwerk der Schmiedekunst im Mittelalter sehr wichtig.
Im Jahre 1835 wurde das erste US-Patent für eine Hufeisen-Fertigungsmaschine ausgestellt, das in der Lage war, bis zu 60 Hufeisen pro Stunde zu produzieren.

Gründe für die Verwendung von Hufeisen
Viele Veränderungen, die mit der Domestikation des Pferdes einhergehen, haben zu einem Bedarf an Hufeisen geführt. Bei domestizierten Pferden sind die Hufe weniger hart und deswegen anfälliger für Verletzungen. In freier Wildbahn legt ein Pferd auf Futtersuche bis zu 70 km am Tag zurück. Jedoch tun sie das in der Regel bei relativ langsamer Geschwindigkeit, wenn sie nicht gerade von einem Raubtier gejagt werden. Außerdem leben wilde Pferde eher im ariden Steppenklima. Die ständige Reizung der Fußsohle hält sie dick und hart. Doch in der Domestikation werden Pferde aus ihrer natürlichen Umgebung entfernt und oft in kältere und feuchtere Gebiete umgesiedelt. Der weichere und schwerere Boden weicht die Hufe der Pferde auf, wodurch sie dazu neigen, sich zu spalten. Folglich war ein Hufschutz notwendig. Das genagelte Hufeisen in seiner modernen Form ist in Nordeuropa entstanden.

Anlegen von Hufeisen
Hufbeschlag, wenn richtig durchgeführt, verursacht keine Schmerzen für das Tier. Vor dem Anlegen des neuen Hufeisens entfernt der Hufschmied das alte Hufeisen mit Zangen und trimmt die Hufwand auf die gewünschte Länge. Die Hufeisen werden dann mit Hammer und Amboss in Form gebracht

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I. Die Reitbahn
Die Reitbahn ist meist 20 x 40m groß und mit Buchstaben markiert. Das Zentrum der Reitbahn bildet das „X“. Das Mitte der kurzen Seite wird jeweils mit „A“ bzw. „C“ gekennzeichnet. „B“ und „E“ bezeichnen die Mitte der langen Seiten.
Die vier Wechselpunkte sind „M“, „F“, „K“ und „H“, diese sind 6 Meter vin der kurzen Seite entfernt. Die Punkte auf der Mittellinie jeweils zwischen den Wechselpunkten werden „D“ und „G“ genannt.

Um sich die Buchstabenabfolge besser merken zu können, haben sich folgende Sprüche etabliert:
„Alle Kühe Essen Heu, Cälber Mögen Besseres Futter“

oder mit der Mittellinie:
„Mein Bester Freund Anton Kauft Eine Hose von C&A“

II. Die Hufschlagfiguren
Folgende Hufschlagfiguren werden am meisten geritten

Ganze Bahn

Bei dieser Figur reitet man die Bande entlang. Wichtig hierbei ist, dass die Ecken ausgeritten werden. Man reitet sie wie eine viertel Volte; das Pferd wird gestellt und um den inneren Schenkel gebogen.

Halbe Bahn

Bei der halben Bahn muss das gleiche beachtet werden wie bei der ganzen Bahn. Der Unterschied besteht darin, dass hierbei Mitte der langen Seite abgebogen wird und gerade auf die andere Seite der Bahn geritten wird, wo man wieder dem Hufschlag folgt.

Durch die ganze Bahn wechseln

Kommt man von der linken Hand, reitet man von „F“ über „X“ nach „H“ oder von „H“ über „X“ nach „F“. Von der rechten Hand reitet man von „K“ über „X“ nach „M“ oder von „M“ über „X“ nach „K“.

Auch bei dieser Figur ist es wichtig die Ecken vorher uns nacher gut auszureiten. Während des Reitens auf der Diagonale sollte das Pferd in sich gerade sein. Eine Pferdelänge vor Erreichen des Hufschlages wird das Pferd auf die neue Hand eingestellt.

Durch die halbe Bahn wechseln

Diese Figur wird geritten wie durch die ganze Bahn wechseln, der Unterschied besteht darin, dass nach dem Abwenden vom Huschlag auf den Punkt „E“ bzw. „B“ zugehalten wird. Der Wechselpunkt liegt ebenefalls eine Pferdelänge vor Erreichen des Hufschlages.

Zirkel

Der Zirkel ist ein gerittener Kreis mit dem Durchmesser 20m wodurch er die komplette Breite des Reitplatzes einnimmt. Das Pferd muss hierbei nach innen gestellt und gebogen werden. Vorder- und Hinterbeine treten in dieselbe Spur. Um dies zu Erreichen, muss der Reiter sein Gewicht nach innen verlagern, der innere Schenkel treibt vorwärts, der äußere Schenkel verwahrt, um die Biegung des Pferdes zu erhalten.

Mittelzirkel

Der Zirkel wird genauso geritten wie der normale Zirkel, nur dass er sich in der Mitte der Reitbahn befindet. Hier sind die äußeren verwahrenden Hilfen besonders wichtig, da viele Pferde gerne zur Bande driften.

Durch den Zirkel wechseln

Durch diese Figur wird die Hand gewechselt. Sie besteht aus zwei halben zehn Meter Volten und wir immer von der geschlossenen Zirkelseite kommend auf die offene Zirkelseite geritten. Nach der ersten halben Volte reitet man etwa eine Pferdelänge geradeaus, währenddessen das Pferd in die neue Bewegungsrichtung gestellt wird.

Aus dem Zirkel wechseln

Bei dieser Figur wird die Hand gewechselt, indem man kurz vor „X“ das Pferd gerade stellt und nach einer Pferdelänge auf die neue Zirkellinie einstellt.

Durch die Länge der Bahn geritten

Bei „A“ bzw. „B“ wird auf die Mittellinie abgewendet und geradeaus über „X“ auf den gegenüberliegenden Bahnpunkt zugeritten. Dort wird dann wieder auf die Hand abgewendet, von der man gekommen ist.

Durch die Länge der Bahn gewechselt

Es wird genauso geritten, wie bei der Firgur „durch die Länge der Bahn geritten“. Da es hierbei jedoch einen Handwechsel gibt, muss bei „X“ das Pferd auf die neue Richtung eingestellt werden und bei „A“ bzw. „C“ die andere Hand geritten werden.

Volte

Eine Volte kann an jedem Punkt in der Bahn geritten werden. Sie ist im Prinzip ein kleiner Kreis, bei dem das Pferd durch die enge Wendung, mit dem inneren Hinterfuß deutlich untertreten und Gewicht aufnehmen muss. Die Vorhand und die Hinterhand müssen dabei in der derselben Spur laufen. Um eine Volte zu reiten, muss das Pferd nach innen gestellt und gebogen werden. Diese Biegung wird durch das innere Bein erhalten. Der äußere Schenkel verwahrt und hält die Hinterhand in der Spur. Durch den inneren Zügel wird diese Stellung gefordert, der äußere Zügel begrenzt die Schulter und lässt die Biegung zu.

Aus der Ecke kehrt

Durch diese Figur wird die Hand gewechselt; sie ist eine Kombination aus einer halben Volte und einem Teil geradeaus reiten zurück zum Hufschlag. Sie wird immer am Ende der langen Seite geritten und beginnt an den Punkten „F“, „M“, „H“ oder „K“. Von hier wird eine halbe Volte angesetzt, durch die Ecke durch und von der kurzen Seite weg. Das Pferd schaut nun auf die lange Seite zu von der es gekommen ist. Am Ende der halben Volte wird das Pferd gerade gerichtet und in einer geraden Linie zurück zum Hufschlag geritten.

Einfache Schlangenlinie an der langen Seite

Hierbei wird nach der Ecke vor der langen Seite etwa noch eine Pferdelänge geradeaus geritten, bevor das Pferd bei dem Buchstaben „H“ mit Innenstellung und nach innen gebogen vom Hufschlag abgewendet wird. Etwa wiederum eine Pferdelänge von der Bande entfernt wird das Pferd entsprechend der neuen Linie umgestellt. Man reitet eine gebogene Linie, deren weitester Punkt etwa fünf Meter von der Bande in der Mitte der langen Seite. Wiederum eine Pferdelänge vor erreichen des Hufschlages wird das Pferd erneut umgestellt.

Doppelte Schlangenlinie an der langen Seite
Bei der doppelten Schlangenlinie muss das Pferd entgegen der einfach Schlangenlinie viermal umgestellt werden. Die Ecke vor Beginn der langen Seite sollte tief ausgeritten werden, so kann man die Biegung aus der Ecke beim Abwenden vom Hufschlag mitnehmen. Gleich nach dem Abwenden wird das Pferd in die andere Richtung umgestellt. Der Bogen ist hierbei ca. 2,5 m vom Hufschlag entfernt, bei Punkt „E“ bzw. „B“ kommt man wieder an der Bande an. Etwa eine Pferdelänge vor dem Hufschlag muss das Pferd umgestellt werden. Der zweite Bogen wird wie der erste geritten, wobei wieder darauf geachtet werden muss, dass die Ecke am Ende der langen Seite gut ausgeritten werden muss.

Schlangenlinien durch die Bahn drei Bögen

Bei dieser Figur muss darauf geachtet werden, dass das Pferd nach der engen Wendung wieder gerade aus geht und sich dann in die andere Richtung stellen und biegen lässt. Die Bahn muss hierbei in drei gleich große Bögen aufgeteilt werden, Hilfe bieten dabei die Bahnpunkte. Die Figur beginnt immer bei „C“ bzw. „A“. Die darauf folgende Ecke wird rund geritten, bei „H“, „B“ und „K“ wird jeweils der Hufschlag berührt. Zwischen den einzelnen Bögen muss das Pferd ein bis zwei Pferdelängen gerade gehen (ist hierbei auch gerade gestellt), bevor eine halbe Volte für die Wendung geritten wird. Bei Überqueren der Mittelinie entsteht somit für das Pferd ein Handwechsel.

Kehrtvolte

Die Kehrtvolte ist die die beste Möglichkeit schnell die Hand zu wechseln, da sie an jeder Stelle der Bahn eingesetzt werden kann. Geritten wird sie wie aus der Ecke kehrt.

Die hier abgebildeten Hufschlagfiguren sind von folgender Website: http://www.tipps-zum-pferd.de/mittelzirkel_tipp_157.html

Fast alle reinrassigen Pferde erhalten ein Brandzeichen (auch Brandmal oder Zuchtbrand genannt). Folgende Bedeutungen kann dieses haben:

– Kennzeichen für eine bestimmte Rasse (Rassebrände)
– Kennzeichen für ein bestimmtes Gestüt (Gestütsbrände/Züchterbrände)
– Kennzeichen für die Eintragung in ein bestimmtes Zuchtbuch (Eintragungsbrände)
– Identifizierung innerhalb der Rasse oder Herde
(Identifikationsbrände/Nummernbrände)
– Zuordnung eines Herdentieres zum Besitzer (Eigentümerbrände)

Am häufigsten findet man heute beim Pferd Rassebrände, die von einem Zuchtverband vergeben werden. Diese sind oftmals mit einem Nummernbrand ergänzt, welcher der besseren Identifikation dient.

Das Brandzeichen wird meistens auf der linken Hinterhand angebracht. Da das Fell an dieser Stelle nicht wieder wächst, bleibt das Brandzeichen sichtbar. Häufigste Methode ist hierbei der Heißbrand, bei dem ein glühendes Eisen kurz auf die Haut gedrückt wird. Alternativ ist der Kaltbrand, bei dem das Eisen auf ca. – 80° C abgekühlt wird, groß im Kommen. Dabei wird das Brandzeichen durch weißes Fellhaar sichtbar.

Nach Bundesländern (Quelle: http://www.pferde-treff.de/zucht/brandz.shtml):

Brandenburg

Brandzeichen Brandenburg

Brandzeichen Brandenburg

Bayern

Brandzeichen Bayern

Brandzeichen Bayern

Baden-Württemberg

Brandzeichen Baden-Württemberg

Brandzeichen Baden-Württemberg

Hannover

Brandzeichen Hannover

Brandzeichen Hannover

Hessen

Brandzeichen  Hessen

Brandzeichen Hessen

Holstein u. Schleswig-Holstein

Brandzeichen Holstein und Schleswig-Holstein

Brandzeichen Holstein und Schleswig-Holstein

Mecklenburg-Vorpommern

Brandzeichen Mecklenburg-Vorpommern

Brandzeichen Mecklenburg-Vorpommern

Oldenburg, Niedersachsen, Weser-Ems

Brandzeichen Oldenburg, Niedersachsen und Weser-Ems

Brandzeichen Oldenburg, Niedersachsen Weser-Ems

Rheinland

Brandzeichen Rheinland

Brandzeichen Rheinland

Rheinland-Pfalz-Saar

Brandzeichen Rheinland-Pfalz-Saar

Brandzeichen Rheinland-Pfalz-Saar

Sachsen

Brandzeichen Sachsen

Brandzeichen Sachsen

Sachsen-Anhalt

Brandzeichen Sachsen-Anhalt

Brandzeichen Sachsen-Anhalt

Thüringen

Brandzeichen Thüringen

Brandzeichen Thüringen

Westfalen

Brandzeichen Westfalen

Brandzeichen Westfalen

Im Folgenden findet ihr eine Auflistung der bekanntesten und beliebtesten Pferderassen:

Andalusier:

Andalusier
Andalusier

(Quelle s. oben)

Herkunft: Iberische Halbinsel
Heutiger Hauptverwendungszweck: Der Andalusier eignet sich besonders für die Dressur und für traditionelle spanische Reitzwecke wie den Stierkampf oder Farmarbeit.
Farbe: Die Mehrheit der Andalusier sind grau.

Araber:
Herkunftsland: Arabien
Heutiger Hauptverwendungszweck: Araber sind für ihre Ausdauer bekannt, und sind deswegen hauptsächlich im Langstrecken- und Ausdauersport eingesetzt.
Farbe: Araber können folgende Farben haben: Kastanie, Lorbeer, grau, schwarz.

Kanadisches Pferd:

Kanadier
Kanadier

(Quelle s. oben)

Herkunftsland: Kanada
Heutiger Hauptverwendungszweck: Springreiten, Dressur, Fahren
Farbe: Am häufigsten schwarz, dunkelbraun, Lorbeer und Kastanie finden sich aber auch.

Dartmoor Pony:
Herkunftsland: Großbritannien
Verwenden Heute: Springreiten
Farbe: Das Dartmoor kommt in allen Farben vor.

Exmoor Pony:
Herkunftsland: Vereinigtes Königreich
Heutiger Hauptverwendungszweck: bekannt für seine „Fahrkünste“
Farbe: meist braun

Friese:
Herkunftsland: Friesland
Heutiger Hauptverwendungszweck: Der Friese ist eines der besten Wagenpferde der Welt, außerdem werden Friesen gerne zu Dressurpferden ausgebildet.
Farbe: schwarz

Haflinger:

Haflinger
Haflinger

(Quelle s. oben)

Herkunftsland: Österreich und Norditalien
Heutiger Hauptverwendungszweck: zum einen werden Haflinger zum Reiten und Fahren verwendet; viele finden sich aber noch immer in der Alpenregion, wo sie Feldarbeiten bei Bauern verrichten
Farbe: Alle Haflinger sind kastanien-braun (von hell bis sehr dunkel) mit weißen Mähne und Schweif.#

Highland Pony:
Herkunftsland: Schottland
Heutiger Hauptverwendungszweck: hauptsächlich ein „Familienpony“
Farbe: Highland Ponys sind meist weiß, können aber auch grau, braun oder schwarz sein.

Isländer:

Isländer
Isländer

(Quelle s. oben)

Herkunftsland: Island
Heutiger Hauptverwendungszweck: Das Islandpferd wird auch heute noch häufig als Hilfe beim Schafe hüten verwendet.
Farbe: Die Rasse gibt es in mehr als 100 Farben und Farbkombinationen.

Lipizzaner:
Herkunftsland: Spanien
Heutiger Hauptverwendungszweck: Lipizzaner werden seit jeher in der Dressur eingesetzt und wurden eigens dafür gezüchtet.
Farbe: Die heutigen Lipizzaner sind meist weiß.

Mangalarga Marchador:

Mangalarga Marchador
Mangalarga Marchador

(Quelle s. oben)

Herkunftsland: Iberische Halbinsel
Heutiger Hauptverwendungzweck: Die Pferde werden für Polo, Spring- und Distanzreiten sowie diverse Freizeitaktivitäten verwendet.
Farbe: Mangalargas finden sich in allen Uni-Farben (hauptsächlich grau und kastanie).

Paso Fino:
Herkunftsregion: Südamerika
Heutiger Hauptverwendungszweck: Heute wird der Paso Fino hautpsächlich als Track-Pferd verwendet.
Farbe: Paso Finos können alle Farben und Musterung haben.

Przewalski:


Przewalski

(Quelle s. oben)

Farbe: Das Przewalski ist meist weiß mit schwarzen Punkten.

Quarter Horse:
Herkunftsland: Nordamerika
Heutiger Hauptverwendungszweck: Das American Quarter Pferd kann in praktisch jeder Reitdisziplin gesehen werden.
Farbe: fast alle Farben

Shetland Pony:

Shetland Pony
Shetland Pony

(Quelle s. oben)

Herkunftsland: Schottland
Heutiger Hauptverwendungszweck: Shetland Ponys sind beliebte Pferde für Kinder.
Farbe: alle Farben, außer gepunktet

Trakehner:
Herkunft: Ostpreußen
Heutiger Hauptverwendungszweck: Der Trakehner ist in der ganzen Welt für sein Spring-und Dressur-Talent bekannt.
Farbe: alle Farben (einfarbig)

Offenstallhaltung, Laufställe und Robusthaltung
Pferde sind Herden- und Steppentiere; sie leben in Herden und fressen und bewegen sich fast rund um die Uhr. Diesem Leben in Freiheit sollte auch die Haltung angepasst sein. Der Großteil der Pferde wird allerdings in Boxen gehalten, dürfen, wenn überhaupt nur in der Weidesaison (Ende April-Ende Oktober) auf die Koppel. Um den Pferden wenigstens ab und zu Auslauf zu ermöglichen, gibt es in manchen Betrieben Paddoks, aber auch diese Haltung ist noch nicht artgerecht.

Im Folgenden möchte ich drei artgerechte Haltungsformen vorstellen:

1. Offenstallhaltung


Offenstall

(Quelle s. oben)

Diese Art der Haltung wird auch „Gruppenauslaufhaltung“ genannt. Mehrere Pferde werden hier zusammen auf einer Weide gehalten und haben die Möglichkeit einen frei zugänglichen Stall aufzusuchen. Diese Haltungsform entspricht in hohem Maße der Natur und den Bedürfnissen der Pferde.
Laut wissenschaftlichen Studien ist die Offenstallhaltung auch für Hochleistungspferde, wie z.B. Trabrennpferde, geeignet (siehe Praxishandbuch Pferdehaltung von Ingolf Bender, Kosmos Verlag, S. 86).
Bei der Einrichtung eines Offenstalls sollte man jedoch beachten, eine „Notbox“ einzurichten, in welche kranke Pferde zeitweise untergebracht werden können.
Bei der Fütterung wird von Experten empfohlen, separate Futterplätze einzurichten, sodass jedes Pferd die jeweilige Futtermenge erhält.

2. Laufstallhaltung


Laufstall

(Quelle s. oben)

Diese Haltung ist ähnlich der Öffenstallhaltung. Auch hier werden mehrer Pferde zusammen gehalten. Jedoch gibt es hier unterschiedliche Bereiche, in denen die Pferde fressen, saufen, ruhen und sich wälzen können. Durch dieses System bewegen sich die Pferde den ganzen Tag an der frischen Luft, haben aber auch die Möglichkeit, sich in so genannten Ruheräumen zurückzuziehen. Damit die einzelnen Pferde nicht zu viel Nahrung zu sich nehmen, erhalten sie Sicherheitshalsbänder mit einem Mikrochip. Durch diesen können die Fütterungsautomaten erkennen, um welches Pferd es sich handelt und dementsprechend Futter ausgeben. Meistens sind die automaten so programmiert, dass sich jedes Tier bis zu 20 kleine Portionen Kraftfutter und Heulage abholen kann. Die Futterausgabe in kleinen Mengen sorgt für eine gleichmäßige Befüllung des Magen-Darm-Traktes.


3. Robusthaltung/Weidehaltung


Weidehaltung

(Quelle s. oben)

Bei der Robusthaltung oder auch Weidehaltung befinden sich die Pferde das ganze Jahr über auf der Weide. Hierbei muss jedoch beachtet werden, dass es genügen Bäume oder Unterstände gibt, unter denen sich die Pferde bei starkem Regen oder Sonne schützen können. Normalerweise können sich die Pferde von der Weide ernähren, im Winter, wenn das Nahrungsangebot knapp wird, muss jedoch mit Heu, Mineral- und Kraftfutter zugefüttert werden. Bei dieser Haltung leben die Pferde relativ „frei“, d.h., dass sie meist nicht so sehr an ihrem „Menschen“ interessiert sind. Robust- bzw. Weidehaltung ist somit eher für Freizeitreiter geeignet, die Spass daran haben, ihr Pferd vor dem Reiten erst einmal einzufangen und es gründlich zu putzen.

Weitere Informationen gibts hier: http://www.menschpferd.de/artgerechte_Haltung.htm

Das Skelett


Das Skelett des Pferdes

(Quelle s. oben)


Das Skelett eines Pferdes besteht durchschnittlich aus 205 Knochen. Ein signifikanter Unterschied zwischen dem Skelett eines Pferdes und dem eines Menschen ist das Fehlen eines Schlüsselbeins beim Pferd – die Vorderbeine des Pferdes sind an der Wirbelsäule durch eine Reihe von leistungsfähigen Muskeln, Sehnen und Bändern befestigt, die wiederum das Schulterblatt mit dem Rumpf verbinden.
Auch die Beine und Hufe des Pferds weisen einzigartige Strukturen auf. Ihre Beinknochen sind anders proportioniert als die eines Menschen. Beispielsweise der Teil des Beines, der noch zum Körper gehört und als „Knie“ bezeichnet wird, besteht eigentlich aus den Handwurzelknochen, die beim Menschen im Handgelenk zu finden sind. Ebenso enthält das Sprunggelenk Knochen, die beim Menschen dem Knöchel und der Ferse entsprechen. Der Unterschenkel Knochen eines Pferdes entsprechen Knochen im der menschlichen Hand und dem menschlichen Fuß und die Fessel ist eigentlich das Sesambein zwischen dem Kanonknochen und den Phalangen, wo sich die Finger des Menschen befinden. Außerdem hat ein Pferd keine Muskeln, sondern nur Haut, Haare, Knochen, Sehnen, Bänder und Knorpel im Bein unterhalb des Knies.

Die Hufe

Der Huf beginnt an den Phalangen, die den menschlichen Finger- oder Zehenspitzen. Die äußere Hufwand und die Sohle des Hufs ist im Wesentlichen aus dem gleichen Material wie der menschliche Fingernagel. Das bedeutet, dass sich ein Pferd, das ein durchschnittliches Gewicht von 500 kg hat, auf den Knochen läuft, die den menschlichen Zehenspitzen entsprechen. Für den Schutz der Hufe haben einige Pferde Hufeisen an den Füßen.
Da der Huf stetig wächst, muss er regelmäßig alle fünf bis acht Wochen gekürzt werden.

Die Zähne
Das Gebiss von Pferden ist ans Grasen angepasst. Ein erwachsenes Pferd hat 12 Schneidezähne, die dazu dienen Graß oder andere Pflanzen abzubeißen. Darüber hinaus haben Pferde 24 Backenzähne, die zum Zerkauen der Nahrung dienen. Hengste und Wallache haben vier weitere Zähne direkt hinter den Schneidezähnen (ähnlich den menschlichen Eckzähnen). Einige Pferde haben außerdem ein bis vier sehr kleine, verkümmerte Zähne vor ihren Backenzähnen. Diese Zähne werden meist entfernt, da sie oft störend sind.
Die Schneidezähne weisen sowohl deutliche Verschleiß- und Wachstumsmuster auf als auch eine Änderung des Winkels, in dem sich die Kauflächen treffen. Da sich die Zähne auch im Laufe des Lebens abnutzen, ist eine sehr grobe Schätzung des Alters eines Pferdes durch die Begutachtung seiner Zähne möglich. weiterhin im Laufe des Lebens ausbrechen, wie sie durch Beweidung abgenutzt sind, so dass eine sehr grobe Abschätzung des Alters eines Pferdes kann durch eine Prüfung der seine Zähne gemacht werden, auch wenn sich die Ernährung und die tierärztliche Versorgung natürlich auf den Zustand der Zähne auswirken kann.

Die Verdauung

Pferde sind Pflanzenfresser. Im Vergleich zum Menschen haben sie einen relativ kleinen, dafür aber sehr langen Magen-Darm-Trakt, um einen stetigen Nährstofffluss zu ermöglichen. Ein 450 kg schweres Pferd, nimmt über den Tag verteilt 7 bis 11 kg Nahrung zu sich und trinkt im Normalfall 38 bis 45 Liter Wasser. Pferde sind keine Wiederkäuer und haben wie Menschen nur einen Magen.
Da Pferde nicht in der Lage sind, zu erbrechen, können Verdauungsprobleme schnell lebensbedrohliche Koliken hervorrufen.

Die Sinne


Das Auge des Pferdes

(Quelle s. oben)


Die Sinne des Pferdes sind besser ausgeprägt als die des Menschen, denn als Beutetiere müssen sie sich ihrer Umgebung zu allen Zeiten bewusst sein. Pferde haben die größten Augen aller Landsäugetiere und weil ihre Augen auf der Seite ihres Kopfes positioniert sind, haben sie ein Sehfeld von 350°. Pferde sehen nicht nur am Tag sondern auch nachts hervorragend, auch wenn sie rot-grün-blind sind.
Das Gehör von Pferden ist gut. Jede Ohrmuschel kann um bis zu 180 ° gedreht werden, so dass das Potenzial für 360 ° mündlichen Verhandlung, ohne den Kopf zu bewegen.
Auch wenn ihr Geruchssinn weitaus besser ausgeprägt ist als der des Menschen, verlassen sich Pferde eher auf ihren Sehsinn.
Pferde haben einen sehr starken Gleichgewichtssinn und auch der Tastsinn ist gut entwickelt. Die sensibelsten Bereiche finden sich rund um Augen, Ohren und Nase.
Pferde haben ein ausgeprägten Geschmackssinn. In der Regel fressen Pferde keine giftigen Pflanzen.

Die Grenze zwischen einem Pferd und einem Pony liegt bei einem ausgewachsenen Tier bei 148 cm. Das bedeutet, dass ein Tier unter 148 cm ist als Pony und ein Pferd, das größer als 148 cm ist, als Pferd angesehen wird. Es gibt jedoch zahlreiche Ausnahmen von dieser allgemeinen Regel. In Australien, gelten Tiere kleiner als 142 als Ponys, wohingegen die International Federation of Equestrian Sports die Grenze zwischen Pferden und Ponys ebenfalls bei 148 cm. Einige Rassen, deren Nachkommen teilweise größer und teilweise kleiner als 148 cm sind, werden generell als Pferde bezeichnet. Auf der anderen Seite gibt es Ponyrassen, die Kennzeichen von Pferden haben und deren Nachkommen auch über 148 cm sein können. Dennoch werden diese Tiere als Ponys angesehen.
Pferde und Ponys unterscheiden sich nicht nur in der Größe, sondern es gibt noch andere Aspekte wie beispielsweise das Aussehen oder das Temperament. Ponys haben oft dickere Mähnen und Felle und einen volleren Schwanz. Sie haben auch im Verhältnis zu ihrem Körper kürzere Beine, breitere Fesseln und schwerere Knochen. Zudem ist ihr Hals kürzer und dicker und auch der Kopf ist kürzer und die Stirn breiter. Oft haben Ponys auch ein ruhigeres Temperament als Pferde.


Shetland Pony

(Quelle s. oben)


Tatsächlich ist es so, dass eine geringere Größe keinesfalls als alleiniges Unterscheidungskriterium gesehen werden darf. Denn während Shetland-Ponys durchschnittlich 102 cm groß ist, werden die Falabella und andere Mini-Pferde lediglich um die 76 cm groß.

Die Größe eines Pferdes wird am höchsten Punkt des Widerristes gemessen, wo der Hals auf den Rücken trifft. Dieser Punkt wurde ausgewählt, da er – anders als der Kopf oder der Nacken, die sich auf und ab bewegen – ein fixer Punkt ist.
Im angelsächsischen Raum wird die Größe eines Pferdes in der Maßeinheit „hands“ (abgekürzt „h“ oder „hh“ für „Hände hoch“) und Zoll gemessen. Eine Hand ist gleich 101,6 mm (4 in). Die Größe des Pferdes wird durch die Anzahl ganzer „hands“ dargestellt und dann wird die noch fehlende Länge zusätzlich in Zoll angegeben. Das heißt, dass ein Pferd, das „15,2 h“ groß ist, 15 hands plus 2 Zoll groß ist.
Die Größe von Pferde wird nicht ausschließlich durch deren Rasse, sondern auch durch die Ernährung beeinflusst. Leichte Reitpferde sind in der Regel zwischen 142 cm und 163 cm groß und wiegen zwischen 380 kg und 550 kg. Größere Reitpferde sind in der Regel zwischen 157 cm und 173 cm groß und haben ein Gewicht von 500 kg bis 600 kg. Zugpferde sind zwischen 163 cm und 183 cm groß und können 700kg bis 1000 kg wiegen.
Das größte Pferd, das bislang in Aufzeichnungen auftauchte, war vermutlich ein Shire Pferd namens Mammoth, das 1848 geboren wurde. Das Pferd war 220 cm und groß und sein Spitzengewicht wurde auf 1500 kg geschätzt. Der aktuelle Rekord für das kleinste Pferd der Welt ist Däumelinchen, ein ausgereiftes Miniaturpferd, das von Kleinwüchsigkeit betroffen ist. Sie ist nur 43 cm groß und wiegt 12 kg.

Je nach Rasse und Umwelt haben heimische Pferde heute eine Lebenserwartung von 25 bis 30 Jahren. Auch wenn es unüblich ist, gibt es aber auch Tiere, die 40 oder älter werden. Es sei nicht üblich, aber nur wenige Tiere leben in den 40ern und gelegentlich auch darüber hinaus. Laut Aufzeichnungen lebte im 19. Jahrhundert ein Pferd namens „Old Billy“, das 62 Jahre alt wurde. Das älteste lebende Pferd der heutigen Zeit, Sugar Puff, starb 2007 im Alter von 56.
Unabhängig von dem tatsächlichen Geburtsdatum eines Pferdes, gilt ein Pferd für die meisten Wettbewerbszwecke in der nördlichen Hemisphäre am 1. Januar eines Jahres als ein Jahr älter und in der südlichen Hemisphäre am 1. August. Eine Ausnahme bildet hierbei das Distanzreiten, wo sich das Mindestalter, um am Wettbewerb teilnehmen zu dürfen, nach dem tatsächlichen Geburtsdatum des Tieres richtet. Eine grobe Schätzung des Alters eines Pferdes kann durch die Begutachtung seiner Zähne vorgenommen werden.

Die folgende Terminologie wird verwendet, um Pferde verschiedenen Alters zu beschreiben:

* Fohlen: ein Pferd beiderlei Geschlechts, das weniger als ein Jahr alt ist.
* Yearling: ein Pferd beiderlei Geschlechts, das zwischen ein und zwei Jahre alt ist.
* Colt: ein männliches Pferd, das jünger als vier Jahre ist.
* Stutfohlen: ein weibliches Pferd, das jünger als vier Jahre ist.
* Mare: eine Stute, die über vier Jahre alt ist.
* Hengst: Ein nicht kastriertes männliches Pferd, das älter als vier Jahre ist.
* Wallach: ein kastriertes männliches Pferd jeden Alters.

Bei einem Pferderennen können sich diese Definitionen unterscheiden.

Das Pferd (Equus caballus ferus) ist ein behuftes (Huftiere) Säugetier, eine Unterart der Familie der Equidae. Das Pferd hat sich in den letzten 45 bis 55 Mio. Jahren von einer kleinen multihufigen Kreatur zu dem großen einhufigen Tier von heute entwickelt.


Ein Haflinger

(Quelle s. oben)


Um 4000 v. Chr. begannen die Menschen, Pferde zu zähmen. Es wird angenommen, dass Pferde um ca. 3000 v. Chr. auf breiter Front domestiziert wurden. Doch obwohl heute die meisten Pferde domestiziert sind, gibt es noch gefährdete Populationen, beispielsweise die Przewalski-Pferde, die einzige verbleibende Wildpferd-Rasse.
Die Anatomie von Pferden ermöglicht es ihnen, ihre Schnelligkeit zur Flucht vor Feinden zu benutzen. Darüber haben sie einen guten Gleichgewichtssinn und einen gut ausgebildeten Fluchtinstinkt. In Zusammenhang zu diesem Fluchtinstinkt in der freien Natur steht eine ungewöhnliche Fähigkeit: Pferde sind in der Lage sowohl stehend als auch liegend zu schlafen. Weibliche Pferde, Stuten genannt, tragen ihre Jungen etwa 11 Monate lang aus und ein junges Pferd, Fohlen genannt, kann schon kurz nach der Geburt aufstehen und sich hinlegen.
Die meisten domestizierten Pferden fangen mit der Ausbildung im Alter zwischen zwei und vier Jahren an. Mit fünf Jahren sind sie voll ausgewachsen. Pferde haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von 25 bis 30 Jahren.
Pferderassen werden grob in drei Kategorien unterteilt: „Vollblüter“ mit Schnelligkeit und Ausdauer, „Kaltblüter“, wie Zugpferde und einige Ponys – geeignet für langsame, schwere Arbeit – und „Warmblüter“, die sich auch Kreuzungen zwischen Voll- und Kaltblütern entwickelten und vor allem in Europa häufig zu Reitzwecken gezüchtet werden.
Es gibt über 3oo verschiedene Pferderassen.
Pferde und Menschen interagieren in einer Vielzahl von Sportwettkämpfen und Freizeitbeschäftigungen, sowie in der polizeilichen Arbeit, der Landwirtschaft und der Therapie. Pferde wurden historisch in der Kriegsführung verwendet, woraus sich dann eine Vielzahl von Reit- und Fahrtechniken entwickelt haben.